Mit wehenden Fahnen…
… und hehren Vorsätzen und der Überzeugung, einer hehren Sache zu dienen zog die Gesellschaft vom torechten Leben in Richtung Bern. Der Grund war, dass die Regierung mit ausländischen Mächten verhandelte und sie ihre Interessen nicht vertreten sahen.
Nein – Ich schreibe hier nicht von der SVP-Demo vom Samstag sondern vom Saubannerzug, der anno 1477 stattfand. Ich würde jedoch nie den geplanten SVP-Umzug damit vergleichen. Zu gross sind die Unterschiede:
- im 15. Jahhundert ging es darum, die Beute aus den Burgunderkriegen aufzuteilen. So etwas mit den Verteilkämpfen der Nationalbank-Goldreserven zu vergleichen wäre nie statthaft.
- Die Saubanner-Träger liessen sich noch mit ein paar Gulden abspeisen. Den SVP-Exponenten geht es jedoch nicht um den schnöden Mammon. Von dem haben sie ja schliesslich genug (man denke nur an die 12 Mio. Wahlkampfkampagne). Ihnen geht es um Macht.
- Zur Zeit des Saubannerzuges kämpften die Kantone noch stark gegeneinander. Gegenseitige Überfälle waren normal und die Einigkeit unter den Eidgenossen war noch nicht so stark wie heute. Heute würde ja nie eine Zürcher Partei zum Beispiel gegen die Berner lästern.
- Die Saubännler einigten sich mit den anderen Kantonen schliesslich zum Stanser Verkommnis bei dem sich die Kantone auf darauf einigten, künftig gemeinsam aufzutreten und sich nicht mehr gegenseitig zu überfallen. Etwas anderes wäre in Zeiten des gesamtschweizerischen Finanzausgleichs auch niemals denkbar.
Irgendwelche Parallelen wären also rein zufällig und historisch nicht begründbar…
Der Politblogger
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